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Die Babyparty

Sillys und Natmus Mamas sind beste Freundinnen Winken

Und beste Freundinnen machen ja bekanntlich alles zusammen, so kam es auch, dass ihre Babies am gleichen Tag kamen. Mit ihnen lagen aber noch drei andere Frauen im Kreißsaal und insgesamt wurden an diesem Tag fünf Babies geboren.

Als erstes erblickte Meister Lyc das Licht der Welt, danach kam Arseno, dann Pulsi und danach Silly und Natmu fast gleichzeitig. Was für ein Kindersegen an einem einzigen Tag!

Die Mütter freundeten sich an und nahmen sich vor, sich regelmäßig zu treffen. Mal in der Wohnung von der einen und mal in der von der anderen. Meist kamen auch alle zusammen, doch an diesem Sonntag war es eine kleinere Runde.

Nur die Mütter von Silly und Natmu kamen zusammen, denn es war so:

Meister Lyc lag stirnrunzelnd zu Hause in seinem Bettchen und schrie was das Zeug hielt, denn er hatte schreckliche Blähungen und furchtbare Bauchschmerzen.

Arseno hat schon seit drei Nächten nicht mehr geschlafen und ist furchtbar unruhig, deswegen hat ihn seine Mutter heute ins Tragetuch gepackt und macht eine lange Joggingtour durch den Wald, damit er einfach mal wieder schlafen kann.

Pulsi hat mal wieder einen Termin beim Fotografen, denn ihre Mama möchte von ihrer hübschen Tochter möglichst viele wunderschöne Bilder haben.


Also wurden Silly und Natmu ins Kinderzimmer gebracht, denn sie waren müde, und die beiden Mamas setzten sich hin - zum Kaffeeklatsch.

Es gab ja soooo furchtbar viel zu bereden. So viel, dass sie gar nicht merkten, wie die Zeit verging. Plötzlich sah Natmus Mama aus dem Fenster und sagte erschrocken:

"Es wird ja schon dunkel - wie lange quatschen wir hier nur schon! Los, wir schauen, was die Babies machen."

Also gingen die beiden schnell ins Kinderzimmer und fanden folgendes Bild:

Natmu lag schluchzend in seinem Bettchen und keiner hat sein leises Jammern gehört. Wer weiß, wie lange er schon so da liegt Missbilligen


Silly lag daneben und lächelte ruhig vor sich hin. Sie weinte nicht, obwohl sie eigentlich schrecklichen Hunger haben musste. Immerhin sind seit der letzten Mahlzeit über sechs Stunden vergangen. Zumindest hatten die beiden Mütter jetzt ein furchtbar schlechtes Gewissen Beschämt und stillten ihre Babies sofort.

Sillys Mama passiert es leider ziemlich oft, dass sie ihr Töchterchen im Bett vergisst. Das liegt daran, dass Silly ein überaus geduldiges und freundliches Kind ist und nur sehr selten anfängt zu schreien. Sie hat auch einen sehr guten Schlaf (außer bei Voll- oder Neumond) - Arsenos Mutter beneidet sie immer darum.

Doch nach 3 Monaten ändert sich das alles plötzlich. Die kleine Silly bekommt nach dem Stillen oft Krämpfe und Durchfall. Manchmal erbricht sie sich auch.

Sillys Mama denkt:

"In letzter Zeit weint sie so häufig und ist so unruhig. Sie nimmt auch gar nicht mehr gut zu."

Dabei nimmt sie die Kleine aus dem Bettchen heraus und trägt sie eine Weile auf dem Arm. Plötzlich merkt sie, dass ihre Hand ganz feucht wird, schaut auf Sillys Kopf und sieht, dass das Baby sehr stark schwitzt. Daraufhin fragt sie die Hebamme um Rat. Diese sagt zu ihr:

"Es kann sein, dass Silly Probleme hat, die Muttermilch zu verdauen. Das passiert manchmal bei Sillys. Sie schwitzen dann auch sehr stark am Kopf und dieser Schweiß riecht säuerlich. Probiere einfach, zuzufüttern. Meist wird es dadurch dann besser."

So tat es Sillys Mutter und schon bald darauf nahm das Baby wieder zu und es ging ihr insgesamt viel besser. Allerdings gab es noch etwas, was Sillys Mama beunruhigte und sie fragte gleich wieder um Rat:

"Alle anderen Gleichaltrigen Kinder können schon fast laufen. Silly und Natmu sind die einzigen, die es noch nicht können. Woran kann das liegen?"

Doch auch hier kann sie die Hebamme beruhigen. Sie sagt:

"Das ist kein Problem, Sillys und Natmus sind in ihrer Entwicklung einfach etwas langsamer. Überhaupt haben sie noch einige andere Gemeinsamkeiten. Sie wollen z.B. auch beide nicht gerne berührt werden, mögen Fremde nicht und beschäftigen sich gerne und oft mit sich selbst."

Als Silly etwas älter wurde, entwickelte sie ihre Vorliebe für kalte Speisen und Getränke. Das konnte ihre Mama eigentlich überhaupt nicht verstehen, denn das Kind hatte ständig kalte Hände und eiskalte Füße und ihr war auch immer kalt. Silly verlangte stets nach warmer Kleidung und nachts konnte sie ohne ihre Wärmflasche gar nicht schlafen.

Eines Tages war jedoch das Fenster zu lange geöffnet, Silly bekam einen Luftzug ab und bekam darauf eine heftige Bronchitis, die gar nicht aufhören wollte. Und obwohl sie krank war, äußerte sie folgenden Wunsch:

"Ich mag so gerne ein Eis!"

Zufällig stand gerade der Eisverkäufer unten auf der Straße und die Mutter eilte hinunter. Leider sind dem guten Mann die Eiswaffeln ausgegangen, die er sonst immer hatte und er hatte ersatzweise nur die spitzen Eistüten im Angebot. So kam Sillys Mama also mit einer dieser Eistüten nach oben und wollte Silly mit dem leckeren Eis überraschen.

Doch die sah nur die Tüte mit der schrecklichen Spitze und schrie:

"Ich habe Angst ... tu diese furchtbare Spitze weg!"

 

 

 

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