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Safran (Crocus sativus) Drucken E-Mail

Safran (Crocus sativus)


Die nachstehenden Symptome sind das Ergebnis der mit größter Unbefangenheit, Genauigkeit und Umsicht angestellten Versuche, wozu die weingeistige Tinktur des Safrans (kleine Mengen derselben mit viel Wasser stark geschüttelt) angewendet und wobei auch von Seiten der Versuchspersonen die strengste Diät und möglichste Vermeidung alles Störenden genau beachtet wurde.

Keine dieser Personen hat über 12 Gran Safran im Ganzen genommen; mehrere weit weniger.

Weitere Beobachtungen werden gewiss manches hier fehlende zu Tage fördern, manchem hier nur angedeuteten seine wahre Bedeutung geben, und so das jetzt noch unvollständige und mangelhafte vervollkommnen; doch ist aus dem Vorliegenden bereits wohl zu erkennen, in welchen bestimmten, individuellen, (nicht selten vorkommenden) Krankheitsfällen, besonders des weiblichen Geschlechts, der Safran erfolgreiche Heilanwendung finden kann.

Die von dem Safran an Gesunden hervorgebrachten künstlichen Krankheitserscheinungen geben reichlichen Stoff zu interessanten Betrachtungen: bei einigen der besonders charakteristisch hervortretenden Symptome ist es versucht worden, sie mit kurzen Anmerkungen zu begleiten.

In mehreren wohl geeigneten Fällen, wo der Safran zu Heilzwecken homöopathisch angewendet worden ist, hat man ein Milliontel Gran nicht allein als hinreichend, sondern auch als eine noch allzu starke Gabe befunden.

Ferneren Beobachtungen bleibt es überlassen, die Grenzen seiner wirksamen Zerteilung für die verschiedenen Grade der Erregbarkeit und Krankheitsentwicklung möglichst auszumitteln und zu bestimmen.

Vom Mohnsaft wird in manchen Fällen zu starker Safranwirkung, welche sich besonders durch Betäubung und Schlafsucht auszeichnen, als Antidot viel zu erwarten sein.

Forestus nennt den Safran ein Gegenmittel bei Vergiftung von Napellus.


Safran - Einzelsymptome


Schwindel / Sinne / Eingenommenheit

  1. Schwindlig und torkelig, nach dem Aufstehen vom Liegen (in der Nacht)
  2. Drehend im Kopf und heiß am ganzen Leib
  3. Spannende Eingenommenheit - erst der Stirn, dann bald darauf des ganzen Kopfes, wie berauscht (nach 10 Minuten)
  4. Dumm im Kopf, vorne, wie trunken und drehend, im Freien nicht, nur in der mäßig warmen Stube (nach einer Stunde)
  5. Wie dumm im Kopf, mit schmerzlicher Eingenommenheit des Hinterkopfes (nach zwei Stunden)
  6. Im Kopf wie berauscht, mit Eingenommenheit der Augen, als könnte sie nicht daraus sehen, und Wärmegefühl im Gesicht (nach 7 Minuten)

Kopf

  1. Düster im Kopf - ein dumpfer Schmerz der Augen und momentaner Schwindel
  2. Kopfschmerz
  3. Kopfschmerz, den ganzen 2. und 3. Tag nach dem Einnehmen, in der Stirn
  4. Früh, nach dem Erwachen, Kopfschmerz - ein Druck auf dem Wirbel und Schwere des ganzen Kopfes, dass er ihn kaum halten kann
  5. Auf der rechten Seite, von hinten nach vorne, vom Hinterkopf bis in die Stirn, ein momentaner ziehender Kopfschmerz, wie eine schmerzliche Ader, mehr äußerlich, doch in Zwischenräumen wiederkehrend
  6. In der Mitte der Stirn, herab auf einem schmalen Strich, ein drückend-ziehender Schmerz (nach 3/4 Stunden)
  7. Über dem linken Stirnhügel, von Zeit zu Zeit ein flüchtiger breiter Stoß, bis tief ins Hirn, dass er zusammenfährt (nach 12 Stunden) - dann bleibt eine schmerzliche Eingenommenheit daselbst für Augenblicke zurück, die äußerem Druck weicht
  8. Kopfschmerz über den Augen, mit Brennen und Drücken in denselben, welches zum Reiben nötigt und gegen Abend, vorzüglich bei Licht, um vieles vermehrt wird
  9. Drücken in der Stirn
  10. Vom linken Stirnhügel nach der linken Seite des knöchernen Nasenteils zu, ein schmerzlich klammartiges Ziehen (nach 1 1/2 Stunden)
  11. Am linken Stirnhügel, ein dumpfes Spannen
  12. Am linken Stirnhügel, absetzendes schmerzliches Jucken
  13. Unter dem linken Stirnhügel, ein plötzlicher empfindlicher Schmerz, als würde ein stumpfer Pfeil hineingedrückt; dann folgen noch einige stoßweise Absätze desselben Schmerzes (den ersten Tag)
  14. Schmerzliches Ziehen in der Stirn, mit Übelkeit
  15. In der rechten Schläfe, plötzlich ein breiter Stoß, bis tief ins Hirn, so dass er zusammen fährt
  16. Dumpfer Schmerz in der linken Kopfseite
  17. In der linken Kopfseite, ein dumpfer Schmerz, welcher sich dann als zusammenziehender in in der rechten Schläfe, dem Ohr und dem Hals verbreitet, wo er besonders beim Schlucken empfindlich wird
  18. Taktmäßiges Pulsieren in der ganzen linken Hälfte des Kopfes und Gesichts (nach 2 1/2 Stunden)
  19. Auf einer kleinen Stelle des linken Seitenbeins, eine plötzliche kalte Empfindung, wie von einem aus der Höhe herab gefallenen Wassertropfen
  20. Ziehender Druck in der rechten Hinterhauptshälfte
  21. Im Kopf und im rechten Auge, so wie im hohlen Zahn der linken Seite, empfindliches Reißen, mit Trübheit vor diesem Auge und dem Gefühl, als zöge ein kalter Luftzug hindurch
  22. Kopfschmerz - beim Bewegen ist es, als wäre das Gehirn lose und fiele hin und her (nach 2 Stunden)

Augen

  1. Erweiterte Pupillen (nach 1/2 Stunde) * Anmerkung: die Erweiterung der Pupillen scheint durchaus Erstwirkung des Safrans zu sein; da hingegen die weit seltenere Verengung der Pupillen später erscheint und als Nachwirkung oder vielleicht mehr noch als eine seltene Wechselwirkung zu betrachten ist.
  2. Sehr Erweiterte Pupillen (nach etlichen Minuten).
  3. Etwas verengte Pupillen (nach mehreren Stunden).
  4. Die Augen waren trübe; er konnte gar nicht gut sehen, da ihm alles wie in Nebel gehüllt erschien (nach 2 1/4 Stunden).
  5. Die sonst sehr hellen und scharf sehenden Augen sind wie umnebelt; das heißt sie sieht alles schwächer und bleicher, wie ein Flor vor den Augen, wobei sie immer wischen muss, wonach es auf einen Augenblick hell wird, doch die Trübheit sehr bald zurückkehrt (abends 8:00 Uhr) (nach etlichen Stunden).
  6. Sie sieht das Licht dunkler, wie ein Flor zwischen Auge und Licht.
  7. Beim Lesen ist es so, als hätte er einen Flor vor den Augen, was sich durch öfteres Blinzeln verliert; zugleich ein Drücken in den Augäpfeln, welches beim Schließen der Augenlider zu bloßer Schwere wird, aber nach ihrer Wiedereröffnung wiederkehrt.
  8. Wie ein Nebel vor den Augen; (bei mehr zusammengezogenen Pupillen (?)).
  9. Um die Augen wie trübe, wie düster vor den Augen, nicht so hell und klar, wie ehedem (nach 6 Minuten).
  10. Abends beim Licht wird ihr das Lesen ungewöhnlich sauer; es scheint ihr, als wären die Augen umflort, wobei sie ihr ganz trocken erscheinen; sie muss öfters blinzeln.
  11. Einfaches Wehtun der Augäpfel, als hätte er durch eine zu scharfe Brille gesehen; (ohne Sehverminderung) (nach 1 1/2 Stunden).
  12. Er muss öfters mit den Augen blinzeln und in denselben wischen, als wäre ein Schleimhäutchen davor gezogen (nach 4 3/4 Stunden).
  13. Sie muss häufig blinzeln, weil es er ist, als wäre ein Flor vor die Augen gezogen.
  14. Neigungen, die Augen von Zeit zu Zeit fest zuzudrücken.
  15. Gefühl von Schwere in dem oberen Augenlid, als wäre es zu schwer, als zöge es die Augen immer zu, mit Trübsichtigkeit (nach 1/2 Stunde).
  16. Schmerz im rechten Augapfel; es sticht auf einem Punkt darin; früh.
  17. Gefühl als würden die Augen kleiner (nach 1/2 Stunde).
  18. Beim Lesen erscheint ihr das weiße Papier blass-rötlich, aurorafarben.
  19. Plötzlich entstehen vor den Augen kleine Blitze, wie elektrische Funken; am Tage (nach mehreren Tagen).
  20. Wenn er eine Weile (selbst am Tage) liest; so tun ihm die Augen drückend und wund-brennend weh, mit einiger Trübheit, dass er oft blinzeln muss.
  21. Ein drückender Schmerz auf den Augäpfeln, mit heftigem Überlaufen von Wasser; als sich der Schmerz im Auge verlor, trat sogleich große Trübsichtigkeit ein (nach 7 Stunden).
  22. Er kann keinen Buchstaben lesen, ohne dass aus den sehr trüben Augen Wasser in Menge stürzt (nach acht Stunden).
  23. Gefühl in den Augen, als wenn immer Wasser kommen sollte; in der freien Luft nicht, nur in der Stube.
  24. Es zieht ihr die Augenlider zu, wobei Wasser aus den Augen läuft.
  25. Gefühl in den Augen, als bisse Rauch.
  26. Gefühl in beiden Augen, als hätte sie viel geweint; es ist ihr alles wie geschwollen und gespannt, ohne dass man von außen etwas bemerken könnte (mehrere Tage hindurch).
  27. Gefühl in den Augen, als hätte er sehr heftig geweint, (auch haben sie das Ansehen danach).
  28. Brennen in den Augen.
  29. Unter dem unteren linken Augenlid, brennendes Kneifen (nach neun Stunden).
  30. Sehr trockene Augen.
  31. Jucken in den Augenlidern des rechten Auges; es zerrt sie nach der äußeren Seite zu; später in beiden Augen (nach 7 Minuten).
  32. Bei Kribbeln in den linken Augenbrauen, plötzliches Muskelzucken in den Augenlidern, mit dem Gefühl, als wäre etwas auf dem Auge, das er wegwischen müsste; schnell vorübergehend (nach 3/4 Stunden).
  33. Fippern und Jucken des oberen Augenlides.
  34. Sichtbares Fippern der Augenlider, mit dem Gefühl, als müsse sie etwas vom Auge wegwischen (nach 1/4 Stunde).
  35. Kribbeln in den Augenbrauen, dass er reiben muss (nach 1/4 Stunde).
  36. Unter dem unteren linken Augenlid, brennendes Kneifen (nach 9 Stunden).
  37. Wundheitsgefühl in den Augenlidern, (abends bei Licht) mit Neigung, dieselben oft zuzudrücken und die Augen auszuwischen.
  38. Brennen in den Augenlidern; schlimmer, wenn sie sie schließt.
  39. Auf dem linken unterem Augenlid, ein langanhaltender stumpf-drückender Stich (nach 4 1/2 Stunden).
  40. Wacht sie die Nacht auf, so kann sie die Augen nicht aufmachen, weil es ihr ist, als liege eine Last darauf; will sie es mit Gewalt tun, so spannt und drückt es darin und sie kann sie dann, nach vielen Versuchen, durch Reiben und Drücken nur unvollkommen öffnen.
  41. (Am unteren Augenlid, ganz nah am inneren Augenwinkel, ein kleines Blütchen, wie ein Wasserbläschen, welches fast 8 Tage stehen bleibt, dann aufgeht und eine Stelle hinterlässt, in deren Mitte sich eine sehr merkliche Vertiefung befindet.)


Gesicht

  1. Früh, nach dem Erwachen, Glühen im Gesicht.
  2. Hitze im Gesicht; es ist ihr so heiß im Gesicht und vor dem Kopf.
  3. Umschriebene rote Flecken im Gesicht, welche brennen.


Ohren

  1. Klammartiges Ziehen in der Ohrmuschel und den Ohrgängen, wie Ohrenzwang (nach 10 Stunden).
  2. Schmerz im rechten Ohr und hinter demselben, wie Krampf; sogleich.
  3. Nachdem er sich abends ins Bett gelegt hat, vernimmt er mit dem linken Ohr ein Getön, wie ein aus weitester Ferne ganz leise her schallendes Geklingel, so ähnlich einem solchen Geräusch, dass er nur, als er dasselbe bei völlig verstopften Ohren in gleicher Stärke noch fast vernimmt, sich überzeugt, es sei eine bloße Sinnestäuschung; es hält an, bis er einschläft und verschwindet nur dann, wenn er seine Gedanken mit Gewalt davon abzieht (mehrere Abende).


Mund / Lippen

  1. Trockene, zum Aufspringen geneigte Lippen.
  2. Schrunden der Lippen.


Hals

  1. Äußere Halsgeschwulst. * Die von Pezold beobachteten Safranwirkungen, erschienen bei einem 18-jährigen Mädchen nach dem Genuss einer Drachme Safran.
  2. Schmerzliches Steifheitsgefühl im Hals, bei Bewegung.
  3. Kratzig; scharrig im Hals.
  4. Kratzig im Hals, wie nach dem Genuss sehr fetter Speisen.
  5. Kratzig im Hals; vor und nach dem Husten.
  6. Hinten am Gaumen, eine scharf-kratzige Empfindung, die von Zeit zu Zeit beim Ausatmen kitzelnd wird und Kratzen erregt; vor und nach dem (Abend) essen; nicht während demselben.
  7. Es ist ihr so scharrig im Hals, wodurch sie sich oft zu räuspern genötigt fühlt, wonach ein wenig Schleim losgeht und sich bald wieder erzeugt.
  8. Öfteres, einmaliges Kotzen, erregt von einem, beim Ausatmen entstehenden Kitzeln, oben am Anfang der Luftröhre.
  9. Sodbrennen ähnliche Empfindung den Schlund herauf, besonders nach der, mit Wohlgeschmack genossenen, Mahlzeit (nach 9 Stunden).
  10. Plötzliches Ziehen an der linken Seite des Halses, äußerlich und innerlich und zugleich bis ins Ohr (nach 1/4 Stunde).
  11. Bei leerem Schlingen ist es ihr tief im Hals, als stecke da eine Hülse, die nicht hinunter könnte.
  12. Besonders früh, nach dem Aufstehen, muss er sich oft räuspern und rachsen.
  13. Nach dem Mittagessen, Gefühl im Hals, wie von einem hinein gedrängten Stöpsel, mehr beim leeren als beim Speiseschlingen, was bis den folgenden Tag anhält; dabei erscheint das Zäpfchen etwas verlängert, mit einem drückenden Gefühl außer dem Schlingen (den zweiten Tag).
  14. Kribbeln im Hals erregt ihr Kotzen.
  15. Gefühl, als wäre das Zäpfchen gefallen - bei und außer dem Schlucken.
  16. Beim Einatmen, gelindes Röcheln und dann Schleim im Hals, mit Heiserkeit, die sogleich nebst dem Schleim vom Räuspern vergeht.


Mund / Zunge / Geschmack

  1. Trockenheit und kratziges Wesen im Mund.
  2. (Gefühl, als wenn die Zunge etwas dick würde.)
  3. Trockenheit im Mund und sehr heftiges Brennen der anderen Hälfte der Zungenspitze, als wenn Bläschen entstehen sollten; beim Reden und Anstoßen der Zunge sehr schmerzlich; bloß oben, nicht unten auf der Zunge.
  4. Weiß belegte, (doch mehr trockene) Zunge, früh; nach dem Frühstück wird sie rein.
  5. Weiß belegte, sehr feuchte Zunge; ihre Wärzchen stehen stark aufgerichtet.
  6. Es läuft ihr viel Wasser im Mund zusammen.
  7. Viel Wasser im Mund - und auf der Zungenspitze ein gelindes Beißen, wie von aufgestreutem Salz, mit salzig-süßlichem Geschmack.
  8. Ungewohnte Wärme im Mund.
  9. Hinten im Hals, ein süßer Geschmack.
  10. Früh nach dem Aufstehen, widerlich-säuerlich, süßlicher Geschmack im Mund, der vom Mundausspülen ziemlich weicht.
  11. Bitterer Geschmack, hinten im Hals.
  12. Bei Halsbitterkeit, drehend im Kopf.


Appetit / Magen / Herzgrube

  1. Er hat keinen Hunger abends, wie sonst, bei einem Sodbrennen artigen Gefühl den Schlund herauf; dagegen ist ihm so durstig auf frisches Wasser und doch mit der Empfindung, als würde er nicht viel trinken können, und wenn er dann den Versuch macht, so trinkt er viel und mit Wohlgeschmack.
  2. Aufstoßen.
  3. Geschmackloses Aufstoßen.
  4. Öfteres, leeres Aufstoßen, früh nüchtern.
  5. Leerheitsgefühl im Leib, mit gänzlicher Appetitlosigkeit.
  6. Weichlich, brecherlich.
  7. Weichlich ums Herz herum, als sollte sie sich erbrechen.
  8. Weichlichkeit und Unbehaglichkeit geht von der Herzgrube nach dem Leib herab, wo es dann leise herumgeht, als sollte Kneifen entstehen (nach 1/2 Stunde).
  9. Große Weichlichkeits- und Mattigkeitsempfindung in der Herzgrubengegend, welches sich in der freien Luft sehr mindert.
  10. Übelkeitsgefühl in der Brust und im Hals, als sollte sie sich sogleich übergeben.
  11. Schründender Schmerz in der Herzgrube.
  12. Kollern und Gären in der Herzgrubengegend (nach 1/4 Stunde).
  13. In der Herzgrube, ein Ziehen, wie herüber und hinüber, auf und ab (nach 1/2 Stunde).
  14. In der Herzgrube, einzelne heftige Stiche (nach einer Stunde).
  15. Magenbrennen.
  16. Auftreibung des Magens und Unterleibes.


Bauch

  1. Voller, aufgetriebener, spannender Unterleib, nachmittags (nach 9 Stunden).
  2. Vollheit und Drücken im Bauch und zugleich in der Brust, als hätte sie zu schnell und zu viel gegessen; doch nicht nach dem Essen.
  3. Vormittags, bei nüchternem Magen, Gefühl von Anspannung des Unterleibes (nach 1/2 Stunde).
  4. Nach sehr wenigem Speisegenuss ist ihr sehr voll, als hätte sie zu viel gegessen, mit Appetitlosigkeit.
  5. Leises Knurren im Oberbauch, mit Unbehaglichkeit.
  6. Im Unterbauch, wiederholtes Bluwwern (nach zwei Stunden).
  7. Früh, beim Liegen im Bett, wiederholtes Knurren im Leib.
  8. Kneifen auf einer kleinen Stelle in der linken Bauchseite, waagerecht mit dem Nabel (nach einer Stunde).
  9. Nach einem gewohnten Trunk frischen Wassers, kneifende Rucke im Leib.
  10. In der rechten Oberbauchhöhle, bei jedem Einatmen, ein unschmerzhaft klemmender Druck, wie von einem breiten, harten Körper.
  11. Bald in der linken, bald in der rechten Bauchseite, ein flüchtiger Schmerz, wie Drücken auf eine wunde Stelle.
  12. (Abends) immer Durst und nach dem Trinken ist ihr so weichlich im Unterleib, wo es zugleich dehnt und drückt.
  13. Leibschneiden, wie von Erkältung.
  14. Flüchtiges, kitzelndes Gefühl fährt durch den Leib herauf.
  15. In einer Bauchseite bisweilen Stiche, die ihr die Luft versetzen.
  16. Ein unschmerzhafter Schlag im Oberbauch, wie von etwas Lebendigem, das in die Höhe hüpfte.
  17. Gefühl, als hüpfte in beiden Seiten seines Unterleibes innerlich etwas Lebendiges herum, mit Übelkeit und Frostschauder (nach 9 Stunden).
  18. In der Herzgrubengegend, dem Bauch, an den Armen, und an anderen Stellen des Körpers, bisweilen Gefühl, als sei etwas Lebendiges, Hüpfendes darin.
  19. In der Nacht, beim vollen Wachen, empfindet sie in der linken Bauchseite wiederholte Schläge, wie sie sie in der vor mehreren Monaten beendeten Schwangerschaft von der Bewegung des Kindes erhalten hat (nach mehreren Tagen).
  20. Gegen Abend, Gefühl, als wenn sich etwas Lebendiges tief unten im Unterbauch bewegte.
  21. Einige dumpfe Stöße unter den kurzen Rippen der rechten Seite, neben der Herzgrube, und dann gleich beim Einatmen ein Wehtun daselbst, als zöge sich durch das Atmen ein Schmerz dahin (nach 2 Stunden).
  22. Es geht ihr im ganzen Leib herum, mit kneifender Empfindung und von Zeit zu Zeit entstehender leiser Stuhlanregung (nach 1/2 Stunde).


After / Stuhl

  1. Von Zeit zu Zeit, links neben dem After, ein empfindlicher, stumpfer, langer Stich; anhaltend.
  2. Kribbeln im After, wie von Madenwürmern.
  3. Nachmittags 2:00 Uhr, Kribbeln im After.
  4. Unausstehliches Krimmen im After.
  5. Rechts über dem After, empfindliche, dumpfe Stiche.
  6. Vom After von Zeit zu Zeit ein langsamer, stumpfer Stich durch die Kreuzgegend bis in die linke Schoßgegend hinauf, wo dann ein einfaches Wehtun bleibt, welches sich beim Einatmen verschlimmert und dann allmählich vergeht.
  7. Der gewohnte Abendstuhlgang erschien schon 3:00 Uhr nachmittags.


Genitalien

  1. Heftiges Kribbeln an der Vorhaut, dass er reiben muss.
  2. Aufregung des Geschlechtstriebes * Anmerkung: wenn der Safran bisher größtenteils zur Beförderung stockender Blutflüsse der Gebärmutter, sowohl der monatlichen Reinigung als auch sogar der Lochien, zur Austreibung der Nachtgeburt, und gegen Unfruchtbarkeit angewendet wurde, und im gemeinen Leben häufig, hier und da selbst von Ärzten, teils für sich allein, teils in mehreren Zusammensetzungen, welche ihn reichlich enthalten, noch bis diesen Tag angewendet wird; so liegt am Tage, wie wenig heilsam, wie einseitig und palliativ dieses Verfahren ist. Nie wird Safran eine wirkliche Menostasie, sei sie nun mehr oder weniger mit anderen Störungen des Organismus, wie zum Beispiel in mehreren Arten Bleichsucht, verbunden, gründlich und dauerhaft heilen, nie wird seine Anwendung in diesen Fällen ohne bedeutenden Nachteil bleiben, da seine Blut treibende Wirkung Erstwirkung und daher vorübergehend, ja dem Gegenteil in der Folge Platz machend ist. So wird, wo ja durch ihn stockendes Monatliches zum Vorschein gebracht wurde, der normale Blutfluss das nächste Mal um desto länger, und mit desto größeren Beschwerden ausbleiben, je größer die Gabe des palliativen Mittels gewesen; es werden sich zu der nicht geheilten ursprünglichen Krankheit die pathogenetischen Wirkungen des Safrans hinzugesellen, es wird die Natur doppelt beeinträchtigt und so das Übel, statt beseitigt zu werden, unfehlbar bedeutend vermehrt. Auch zeigt die tägliche Erfahrung die Wahrheit dieser Behauptung in nicht seltenen traurigen Beispielen. Wie segensreich ist jedoch die Anwendung des Safrans, in der geeigneten Gabe, in einigen der schlimmsten Blutflüsse der Gebärmutter (und vielleicht auch einiger anderer Organe)! Weit entfernt hier palliativ zu wirken, heilt er, in den in seiner Eigentümlichkeit genau entsprechenden, spezifischen Fällen, die Totalität der Krankheit schnell, dauerhaft, ohne Nachwehen. Mehrfachen Erfahrungen zufolge charakterisieren sich die für Safran geeigneten Blutflüsse durch eine besonders schwarze, dunkle Farbe und zähe Konsistenz des abgesonderten Blutes, wie er denn auch für sich bei Gesunden Blutausleerungen dieser Art zu erregen geeignet ist. Die Schädlichkeit und Gefährlichkeit der (palliativen) Anwendung dieses gewaltigen Mittels zur Beförderung der Lochien und Austreibung der Nachgeburt, liegt zu sehr am Tage, als das hierüber weitere Erörterungen nötig sein dürften.
  3. Drücken im Schoß, wie zum Monatlichen.
  4. Gefühl von Schwere in der Schoßgegend.
  5. Ein absetzendes, scharfes Stechen von den Geschlechtsteilen an, bis hinauf in die rechte Oberbauchhälfte, wie wenn ein Messer mit schnellen, allmählich weiter dringenden und immer schärfer werdenden Stößen in dieser Richtung hinaufgeführt würde; absatzweise (nach 6 Stunden).
  6. Wehtun im Schoß, es zieht von beiden Seiten nach dem Kreuz hin, wo es dann drückt; mit Übelkeit.
  7. Gefühl als sollte das Monatliche erscheinen, mit Leibschmerz und Zwängen nach den Geschlechtsteilen (nach etlichen Stunden).
  8. Gebärmutterblutfluss von safrangelber Farbe.
  9. Tödlicher Gebärmutterblutfluss.

Respirationssystem / Husten / Schnupfen

  1. Heftiges Niesen (bald nach dem Einnehmen).
  2. Nasenbluten ganz zähen, dicken, dunkel schwarzen Blutes, mit kaltem Schweiß auf der Stirn, in großen Tropfen.
  3. Ihr sonst sehr reiner Atem hat jetzt einen widerlich kranken Geruch.
  4. Muss sich oft räuspern, wegen stets in Menge von neuem zufließenden Schleimes, welcher die Stimme unrein und scharrig macht.
  5. Heftiger Husten. * der trockene, angreifende Husten scheint Erstwirkung; der späterhin erfolgende, mit leichtem Auswurf begleitete Husten hingegen, Nachwirkung, also zum homöopathischen Heilgebrauch nicht anwendbar zu sein.
  6. Ein sehr heftiger Anfall angreifenden trockenen Hustens; sie musste lange Husten, ehe Auswurf erschien; durch Auflegung der Hand auf die Herzgrube wurde der Husten sehr erleichtert.
  7. Trockener Husten in Absätzen; er musste oft hintereinander husten, wie von einem beständigen und heftigen Reiz in der Luftröhre.
  8. Von einem leichten Hustenstoß wirft er einen großen Klumpen leicht löslichen Luftröhrenschleimes aus (späterhin).


Brust / Atmung

  1. Eine Art von Beklemmung, dass sie bei aller Neigung dazu doch nicht ausgähnen kann, was erst nach mehreren vergeblichen Versuchen gelingt (nach 10 Minuten).
  2. Es kommt ihr warm herauf ans Herz, mit Ängstlichkeit und einiger Atembeklemmung, dass sie nicht tief atmen kann, bei Neigung zum Tiefatmen; auch wird es ihr jedes Mal nach dem häufig erfolgenden Gähnen wohler.
  3. Beengung der Brust (nach acht Stunden).
  4. Schweratmigkeit.
  5. Muss oft tief atmen, es liegt ihr so schwer auf dem Herzen.
  6. Beim Einatmen, im Hals ein Gefühl wie von Schwefeldampf.
  7. Unter dem Herzen, ein Stechen, beim Atemholen schlimmer (nach 2 1/2 Stunden).
  8. Auf beiden Seiten der Brust, mehr äußerlich, ein Stechen, was, sich späterhin weiter bis vor verbreitend, zu Brennen wurde, ohne Bezug auf Atmen oder Bewegen (nach einer Stunde).
  9. Im unteren Teil der Brust und der Herzgrube, plötzlich ein drückendes Wehtun, mit leiser Übelkeit daselbst (nach 3/4 Stunden).
  10. In der linken Brust, innerlich, ein eigener zuckender Schmerz, als würde dieselbe mittels eines Fadens nach dem Rücken zu in Absätzen gezogen.
  11. Unten in der rechten Brusthälfte, wie unter den Rippen, eine Art Hüpfen, wie von etwas Lebendigen.
  12. Wehtun in der ganzen Brust.
  13. In der rechten Brustseite, ein kurzes Stechen.
  14. In der linken Brustseite, ruckweise Stöße, als wollte es ihr den Atem versetzen.
  15. Stumpfes Stechen in der linken Brust.


Schultern / Achseln

  1. Hinten auf der Schulter, auf einer kleinen Stelle, einige empfindliche Schläge.
  2. Bei einer schnellen Bewegung, Knacken in dem Achselgelenk, mit empfindlichem Schmerz daselbst, als würde der Arm ausgerenkt.
  3. Früh, beim Liegen im Bett, ein Muskelzucken auf der Schulterhöhle, sichtbar und fühlbar.
  4. Im linken Schultergelenk, Empfindung, als würde sich der Arm leicht ausrenken, als wäre er zu locker darin (nach einigen Tagen).
  5. Bisweilen bei Bewegung des Oberarms, ein innerer Schmerz im Schultergelenk, als wäre der Kopf des Oberarmknochens nur locker in der Gelenkkapsel und wollte sich ausrenken. * Anmerkung zu den letzten beiden Symptomen: scheint charakteristisch für Safran zu sein.


Arme / Hände / Finger

  1. Im ganzen linken Arm, ein dumpfer Schmerz, mit Gefühl der Lahmheit.
  2. Beim Auswärtsbewegen der Oberarme, spannendes Wehtun am Schultergelenk und Knacken daselbst.
  3. Im rechten Unterarm, in schräger Richtung nach dem Daumen zu gehender Schmerz, eine Art absetzenden Ziehens, so dass jeder Absatz ein flüchtiges Herumwühlen auf einer kleinen Stelle macht; schlimmer, wenn sie den Vorderarm auflegt, wobei sich eine betäubende Wärme über die Hand verbreitet.
  4. Auf dem linken Vorderarm, nicht weit vom Ellbogen, auf einer kleinen Stelle, ein leiser Schmerz, und dabei wirft es den Ellbogen krampfhaft und unwillkürlich in die Höhe, dass er erschrickt (nach 9 Minuten).
  5. Die Arme, besonders die Vorderarme, sind sehr schwer und wie zerschlagen.
  6. Nach einigen leichten Bewegungen der Arme, sogleich Zerschlagenheitsschmerz derselben. * Anmerkung: charakteristisch für Safran.
  7. In der rechten Hand, ein dumpfer Schmerz. * Anmerkung: charakteristisch für Safran.
  8. Einschlafen einer Hand, eines Armes und eines Fußes. * Anmerkung: charakteristisch für Safran.
  9. Eingeschlafenheit beider Arme. * Anmerkung: charakteristisch für Safran.
  10. Eingeschlafenheit beider Arme und Hände, mit einer Art Unbeweglichkeit (nach 1/4 Stunde), mehrmals den Tag über wiederkehrend und 1/2 Stunde dauernd. * Anmerkung: charakteristisch für Safran.
  11. Eingeschlafenheit der Arme und Hände, nachts, im Schlaf, von deren kribbelndem Schmerz sie erwacht (nach 8 Stunden). * Anmerkung: charakteristisch für Safran.
  12. Nachdem er in etwas rauer Luft gegangen und nun in die mäßig warme Stube getreten ist; plötzlich in den Fingerspitzen eine unruhige, brennend-kribbelnde Bewegung, wie eingeschlafen, mit einem strammenden Gefühl, als wären sie ganz fest eingewickelt und das Blut könnte nicht gehörig umlaufen; krümmt er den Finger zur Faust, so bleibt nur noch ein brennend-kribbelndes Gefühl, das bald vergeht (nach 23 Stunden). * Anmerkung: charakteristisch für Safran.
  13. Am linken Zeigefinger, ein heftiges Stechen (sogleich).
  14. Ameisenkribbeln im rechten Zeigefinger.

Rücken

  1. Plötzlich, in der linken Rückenhälfte, ein bedeutendes Kältegefühl, als würde er da mit kaltem Wasser begossen; längere Zeit anhaltend.
  2. Reißende Schmerzen im Kreuz, schlimmer beim Atmen (nach einer Stunde).


Gesäß / Hüften

  1. Beim Sitzen, plötzlich erschütternde Empfindungen im Gesäß, wie von einem heftigen Fall darauf.
  2. Heftiges Knacken, wie ein Knallen, im rechten Hüftgelenk, als er den Oberschenkel ausstreckte und auswärts bewegte.



Beine / Füße

  1. Bis an die Knie herab ziehendes Schwächegefühl der Oberschenkel; besonders beim Sitzen (nach 1/2 Stunde).
  2. Wehtun der unteren Fläche der Oberschenkel, beim längeren Sitzen.
  3. Große Müdigkeit der Unterschenkel, in deren Röhren sie ein schmerzliches, von oben nach unten gehendes Sumsen empfindet, Abends; bei Bewegung fühlt sie es weniger, desto mehr gleich nach der Bewegung, wird jedoch durch einige Ruhe gemindert.
  4. Nachts reißt es an den Knien herab, bis in die Knöchel, wo es dann fortgesetzt wehtut und hin und herzieht, dass sie die Lage der Füße oft ändern muss.
  5. Beim Niedersetzen schmerzliches Spannen in den Knien; beim Wiederaufstehen schmerzliches Gefühl, als wären diese Gelenke trocken vom Mangel an Gelenkfeuchtigkeit und wollten beim Bewegen knacken und knarren.
  6. Im gebogenen linken Knie, ein absetzendes, recht schmerzhaftes Ziehen.
  7. Beim Niederbücken, im Kniegelenk, sogleich ein hörbares Geräusch, mit einer nicht ganz schmerzlosen Empfindung.
  8. Müdigkeit in den Knien, zum Zusammensinken.
  9. Die Beine wie zerschlagen, Stehen und Gehen wird ihm sauer und auch beim Sitzen, Schwächegefühl in den Füßen.
  10. Schmerzliche Müdigkeit in den Unterfüßen, auch beim Sitzen, mit Schwerheitsgefühl, wie nach großen Strapazen.
  11. Die Unterfüße, besonders die Fußsohlen, brennen und kribbeln, wie nach einer Fußreise in engen Schuhen.
  12. Schründen in der Wade und bald darauf Reißen darin.
  13. In den Füßen, den Waden, so matt, als wäre sie zu weit gegangen (beim Gehen schlimmer als beim Sitzen) (nach 1/2 Stunde).
  14. In den Waden, Zerschlagenheitsgefühl, als sollte er über die eigenen Beine fallen; und endlich matt und müde in den Füßen.
  15. Nach einigem Gehen, Lahmheitsgefühl in den Beinen, besonders den Knien und Unterfußgelenken, so dass ihm ferneres Gehen sehr schwer wird und selbst Stehen angreift.
  16. In den Waden, Zerschlagenheitsschmerz, als sollte er über die eigenen Beine fallen; unendlich matt und müde.
  17. Bald schneller, bald langsamer, aber flüchtiger, absetzender, stumpfer, doch sehr empfindlicher Schmerz auf einer kleinen Stelle über dem äußeren Fußknöchel, wie auf dem Knochenhäutchen (nach 8 Stunden).
  18. Wehtun der Fußsohlen, als wäre er meilenweit gegangen, muss sie bald da, bald dorthin setzen.
  19. Vom Stehen tun ihr die Fußsohlen sehr weh.
  20. An der linken Fußsohle, Schründen (beim Sitzen).
  21. Im linken Unterfußgelenk, spannendes Ziehen.
  22. In der Nacht erwacht er über Harndrang und einem Zerschlagenheitsschmerz und Taubheitsgefühl in der linken Oberarmröhre, auf der er gelegen, und findet nur den Unterteil des Körpers von seiner Mitte an mit Schweiß überzogen; - sowie er aufsteht, ist ihm schwindlig und torkelig und es weht die schweißigen Teile eine kühle Luft an, mit dem Gefühl in den Füßen, als rieselte kühler Schweiß herab.

Schwäche

  1. Äußerste Ermattung, mit dem Gefühl, als sollte allgemeiner Schweiß ausbrechen; er kann kaum stehen, möchte immer sitzen und liegen, wiewohl er auch da die Abgespanntheit noch fühlt (nach 4 Stunden).
  2. Mattigkeit, zum Umsinken, mit dem Gefühl, als sollte über Ihren ganzen Körper Schweiß ausbrechen, und schnellerem Puls.
  3. Laß, träge, schläfrig.
  4. Früh, ungeheure Mattigkeit, Gähnen, Müdigkeit; als sie in die freie Luft kam, wurde es ihr besser, in der Stube jedoch schlimmer.
  5. Fühlt sich matt am ganzen Körper, an Händen und Füßen.
  6. Mattigkeitsgefühl durch den ganzen Körper.
  7. (Beim Sitzen) ein allgemeines Schwächegefühl mit periodisch dazu tretender, innerer Unbehaglichkeit, als stände ihm eine Ohnmacht bevor.
  8. Kraftlosigkeit in einzelnen Gliedern.
  9. Nachdem er etwas in dem Zimmer herumgegangen, kann er die Füße kaum mehr fortbringen vor Zerschlagenheitsgefühl, besonders im Hüftgelenk.


Schlaf / Müdigkeit / Träume

  1. Schläfrigkeit (sogleich). * Anmerkung: Auf die große Neigung des Safrans, Schläfrigkeit in erster Wirkung bei Gesunden hervorzubringen, gründete sich die sehr vernünftige und heilsame (homöopathische) Anwendung dieses Arzneistoffs gegen Schlafsucht, derer Isaacus Judaeus, (de diaeta 481) und Freitag (Auror. medic. 502 sq.) rühmlich gedenken. Auch Mathiolus (in Herbar. f. m. 18) erwähnt der Schlaf machenden Kraft des Safrans.
  2. Schläfrigkeit; nach dem Mittagessen sogleich große Neigung zum Schlaf.
  3. Abends, nach dem sehr einfachen und mäßigen Essen, ungemein hinfällig, müde und matt, als hätte er die schwersten körperlichen Anstrengungen gehabt, mit großer Schläfrigkeit und schläfrigem Drücken in den Augenlidern und dem Gefühl, als wären sie geschwollen; literarische Beschäftigung vertreibt diese Müdigkeit.
  4. Nach Tisch ist er sehr hinfällig und schläfrig (nach drei Stunden).
  5. Nach dem Abendessen fühlt er sich, gegen seine Gewohnheit, überaus schläfrig; beginnt er aber irgendein Geist erregendes Geschäft - Lesen oder Schreiben - so wird er bald ganz munter.
  6. Neigung zum Schlaf.
  7. Bei großer Schläfrigkeit, matte gläserne Augen.
  8. Er singt im Schlaf.
  9. Ungemein schläfrig, mit Gähnen, sie möchte stets schlafen.
  10. (Nachdem sie bis Mitternacht fest und gut geschlafen, erwachte sie um 1:00 Uhr früh, musste sich wegen großer Unruhe umherwerfen, mit drückendem Kopfschmerz in der Stirn, bloß beim Liegen; nach dem Aufstehen und Herumgehen verschwindet es.)
  11. Unruhiger Schlaf, öfteres Erwachen, er wirft sich herum, schläft jedoch gleich wieder ein, bei lebhaften Träumen.
  12. Sie erwacht ungemein früh und glaubt, es sei schon spät am Tage.
  13. Er erwacht des Morgens eher als sonst und bleibt dann munterer als gewöhnlich.
  14. Sie schreit im traumvollen Schlaf auf, ruft und fährt in die Höhe.
  15. Lebhafte Träume; er war wechselnd bald an diesem, bald an jenem Ort.
  16. Furchtbare Träume; die geringste Kleinigkeit, welche sie den Tag über denkt und behandelt, erscheint ihr im Traum, dessen sie sich wachend erinnert.
  17. Er träumt, was er den Tag über besprochen und getan.
  18. Träumt die Nacht sehr viel und verworrenes untereinander, dessen sie sich nachher nur bruchstückweise erinnert.
  19. (Träumt von dem Tod eines nahen Verwandten, weint im Schlaf bitterlich, beruhigt sich jedoch bald und hat dann weiterhin heitere Träume.)
  20. Träumt von Feuersbrunst.
  21. Im Traum will sie zu einem fernen Ziel eilen, kann jedoch, wie sehr sie sich auch bemüht, nicht dazu langen.
  22. Im Traum ist er sehr heiterer, lachender Laune.
  23. Äußerst lebhafte Träume, wie eine wachend erzählte Geschichte, deren Stoff aus Reminiszenzen der vorhergegangenen Tagesbegebenheiten besteht.
  24. Gähnen (nach 3/4 Stunden).
  25. Starkes Gähnen, schnell hintereinander (nach 10 Minuten).



Allgemeines

  1. Zittern der Glieder, dass sie nicht stehen konnte.
  2. Durch den ganzen Körper, ängstliches Zittern.
  3. Missbehagen zu aller Arbeit.
  4. Sie lag, als hätte sie der Schlag gerührt (vom Geruch).
  5. Früh ist ihr am unwohlsten.
  6. In freier Luft befindet sie sich viel besser, als im Zimmer.
  7. In der freien Luft empfindet er fast keine Beschwerden.
  8. Kribbeln, bald hier, bald da am ganzen Körper, schnell hintereinander, vergeht durch Kratzen.
  9. Knacken der Gelenke, bei Bewegung, nicht ohne schmerzliche Empfindung derselben.
  10. Eine längst verharrschte Quetschung am Finger, fängt sogleich Eiter, wird schmerzhaft und böse (nach einer Stunde).


Frost / Hitze

  1. Es rieselt ihr frostig den Rücken heran, über die Schultern weg und dann die Arme entlang, mit Gänsehaut und öfterem Gähnen (nach 5 Minuten). * Anmerkung: der Frost erscheint bei der Safranwirkung meistenteils vor der, erst später erfolgenden Hitze, und beide sind als primäre Wechselwirkungen anzusehen
  2. Es ist ihm so frostig (nach 1/2 Stunde).
  3. Kältegefühl im Rücken (nach 2 1/2 Stunden).
  4. Abends 9:00 Uhr, (vier Stunden nach dem Einnehmen) Frost, (Kältegefühl) er glaubt, obwohl es in dem Zimmer warm ist, im ungeheizten Raum zu sein, welches Gefühl sich nach und nach bis zum Zitterfrost erhöht, am ganzen Körper, mit Gesichtsblässe und eiskalten Händen.
  5. Einmaliges Niesen: Gleich darauf (8 Stunden nach dem Einnehmen) (abends 7:00 Uhr) Frostschauder vom Nacken bis in die Füße. Das Gesicht war warm, der Frostschauder berührte nur die hintere Hälfte des Körpers, doch von der Brust an auch einigermaßen die vordere oder nachfolgende Hitze.
  6. Den ganzen Nachmittag, Frieren mit einigem Durst.
  7. Nach dem Abendessen, Gähnen und Frieren, bei Brennen der Augenlider und Durst nach kalten Getränken, wovon sie jedoch nur wenig zu sich nahm.
  8. Es überfällt sie große Hitze, dass sie ordentlich in der Haut kribbelt.
  9. Bei Hitzegefühl und nicht zu sehr erhöhter äußerer Wärme, aufgelaufene Adern.
  10. Scharlachröte des ganzen Körpers.
  11. Wallung im Blut, als wäre alles im Körper in Bewegung; ohne merkliche Hitze.
  12. Sie bekam sehr heftige Hitze am ganzen Körper, hauptsächlich aber am Kopf, mit Gesichtsröte und heftigem Durst, ohne große Trockenheit im Mund; es dauerte etliche Stunden; gegen Abend (nach zwei Tagen).
  13. Ein schnell überlaufendes Wärmegefühl (nach 3/4 Stunden).
  14. Hitze im Gesicht, ohne beträchtliche Röte.
  15. Ungemeine Hitzeempfindung, mit Prickeln in der Haut, als bräche Schweiß aus, bei nur gewöhnlicher, fast kühler Hauttemperatur.
  16. Nachmittags ungeheurer Durst auf kaltes Getränk.
  17. Herzklopfen.

Gemüt

  1. So starke Ängstlichkeit, von Zeit zu Zeit, dass sie nicht liegen konnte, sondern Tag und Nacht zu sitzen genötigt war.
  2. Erst kommt ihr eine Ängstlichkeit ans Herz; dann geht von da ein Mattigkeitsgefühl durch den Leib herab, als fiele dieser nieder, und setzt sich bis zu den Unterfüßen fort (den zweiten Tag).
  3. Große, über ihr Temperament gehende Heiterkeit und Lustigkeit. * Anmerkung: wie sich in der Wirkung des Safrans fast durchgehend ein merkwürdiger Wechsel der Erscheinungen offenbart; so zeigt sich diese Neigung auch in den ihm eigentümlichen Gemütsverstimmungen in hohem Grade. Wir sehen neben den Erscheinungen exzentrischer Lustigkeit, unmäßigen und unwillkürlichen Lachens, Singens, die tiefste Traurigkeit und Bänglichkeit, und an einem anderen Ort finden wir diesen schnellen Wechsel besonders ausgesprochen. Wie es nun zwar allerdings wahrscheinlich ist, dass keins von diesen beiden Extremen als Nachwirkung gelten kann, sondern beide als primäre Wechselwirkungen anzusehen sind: so spricht doch mehreres dafür, dass die Traurigkeit, als seltenere und wenige heftige Wechselwirkung, bei der Anwendung des Mittels zu Heilzwecken, von mehr untergeordnetem Range sein dürfte. Am angemessensten möchten freilich diesem Arzneistoff Krankheitszustände sein, welche, bei übrigens genauer Übereinstimmung ihrer anderweitigen Erscheinungen mit seinen positiven Wirkungen, sich durch eben jenen Wechsel der Symptome, wie er hier unverkennbar ist, signalisieren.
  4. Große Fröhlichkeit; selbst bei Melancholischen und Hypochondrischen.
  5. Bei Zeichen übertriebener, an Wahnsinn grenzender Freude, Blässe, Kopfschmerz, Gesichtsverdunkelung.
  6. Lieblicher Wahnsinn, Kinderpossen.
  7. Bei großer Hinfälligkeit und sehr erweiterten Pupillen, gewaltige Neigung zum Scherzen und Lachen (nach 4 1/2 Stunden).
  8. Sehr heiterer Laune, zu Scherzen aufgelegt.
  9. Er ist überaus gut gelaunt, und redet immer scherzend vor sich hin, ohne dass es ihm eher auffällt, als bis ihn andere darauf aufmerksam machen.
  10. Witzig, spaßhaft, launig.
  11. Übermäßig gesprächig.
  12. Neigung zum Singen (nach 1/2 Stunde).
  13. Singen im Schlaf.
  14. Obwohl sie, auf Veranlassung, ebenso ärgerlich ist, so wiederholt sie doch in Gedanken eine lustige Melodie fortwährend.
  15. Wenn jemand von ungefähr einen einzigen musikalischen Ton angibt, so fängt sie an unwillkürlich zu singen, und muss dann selbst über sich lachen; doch bald singt sie wieder, ungeachtet aller Vorsätze, es zu unterlassen. * Anmerkung: Beschränkung des freien Willens ist eine nicht selten beobachtete Eigentümlichkeit des Safrans.
  16. Plötzlich steht vor ihrer Fantasie ein Konzert, dem sie vor langer Zeit beigewohnt, so lebhaft, als würde es vor Ihren Ohren aufgeführt, so dass sie die einzelnen Instrumente zu hören denkt. Nach einiger Zeit verschwindet diese lebhafte Erinnerung des Vergangenen und sie ist nicht mehr im Stande, sich die Töne zurückzurufen. * Anmerkung: die hier ausgesprochene Erhöhung des Gedächtnisses scheint mit der anderweit beobachteten Verminderung desselben in Wechselverhältnis zu stehen, so dass jedoch beide Erscheinungen Primärwirkungen sein dürften.
  17. Fast stetes, unanständiges Lachen.
  18. Kinder lachen sogleich, wenn sie in eine Flasche riechen, in welcher Safran gewesen.
  19. Unbändiges Lachen, bis zum Tode.
  20. Widerwärtige Stimmung; auffahrend, ärgerlich, zänkisch; eine Stunde später gesprächig, lustig, lachend, singend.
  21. Heitere Stimmung wechselt mit trauriger öfters ab.
  22. Unangenehmes Gefühl, als sehnte er sich nach etwas, ohne zu wissen wonach, mit einer Art Bänglichkeit, wobei er jedoch sehr heiter gestimmt ist.
  23. Ist bisweilen auf Personen sehr ärgerlich und ergrimmt, und im nächsten Augenblick möchte sie sie umarmen. * Anmerkung: der dem Safran höchst eigentümliche und merkwürdige Wechsel vieler durch ihn im Befinden Gesunder hervorgebrachten, sich scharf entgegengesetzten pathologischen Erscheinungen, offenbart sich in den verschiedensten Richtungen; so auch hier, in den angedeuteten Symptomen, in denen ein schnell wechselnder Kampf zwischen Härte und Milde des Gemüts unverkennbar ist, in welchem jedoch die Letztere zuletzt die Oberhand zu behalten scheint.
  24. Bei einer geringfügigen Veranlassung, die sie ein andermal zum Lachen gereizt haben würde, gerät sie in den heftigsten Unwillen, fast in Wut, dass ihr alles Bewusstsein zu schwinden droht; späterhin wundert sie sich selbst über diesen Ausbruch (den vierten Tag).
  25. Erhaltene Vorwürfe machen sie sehr ärgerlich: sie will sich rechtfertigen, aber das Wort stirbt ihr gleich auf den Lippen; sie ärgert sich nun ihres Stillschweigens, versucht wieder zu reden und die Sprache versagt ihr abermals den Dienst; so schwankt sie fortwährend und bringt zu ernster Verteidigung, bei allen Versuchen dazu, kein Wort hervor.
  26. Ängstlich, unruhig.
  27. Große Ärgerlichkeit; das Benehmen einer ihr nahen und werten Person reizt sie zum Zorn und sie steht im Begriff, denselben gegen sie ausbrechen zu lassen, fühlt sich aber in diesem Augenblick zum Nachgeben gestimmt; - im nächsten Moment erscheint die diese Nachsicht als Schwäche, sie ärgert sich über sich selbst und ihr Zorn steigt noch höher. Dieses ihr sonst ganz ungewöhnliche Schwanken der Stimmung dauert mehrere Stunden lang (den zweiten Tag gegen Abend).
  28. Schwankend ärgerliche Gemütsstimmung; eine geringe Veranlassung treibt ihn zum Zorn, dessen Ausbruch ihn in der nächsten Minute reut, aber auch bald wiederkehrt, weil die Anwandlung von Sanftmut ihn verdrießt, indem sie ihn hindert, seinem Herzen Luft zu machen. Gewöhnlich vertauschte er ein hartes Wort, welches er schon auf der Zunge hatte, mit einem sanfteren; Letzteres schien ihm dann allzu sanft, und er wählt wieder ein härteres, das aber, im Augenblick, wo es ausgesprochen werden soll, wieder in ein milderes verwandelt wird: und so fort, im Sprechen, Denken, Handeln (nach mehreren Tagen, abends).
  29. Traurige Gemütsstimmung.
  30. Eine Frau verfiel jedes Mal in große Traurigkeit, wenn sie Safran einnahm.
  31. Melancholische Traurigkeit; sie stellt sich alles schlimmer vor und hat weder Mut noch Leben.
  32. Sehr unruhig im Gemüt; äußerst empfindliche, hypochondrische Stimmung.
  33. Er nimmt alles zu hoch auf und schnell reut es ihn, anderen weh getan zu haben.
  34. Wenn er etwas niederschreiben wollte, konnte er nicht, wegen Besinnungslosigkeit.
  35. Es ist ihr plötzlich auf Augenblicke, als sollten ihr die Gedanken vergehen.
  36. Große Vergesslichkeit; sie fragt nach etwas und weiß es durchaus im nächsten Augenblick nicht mehr, dass und was sie gefragt hat.
  37. Während einer interessanten Lektüre nimmt sein eigener Ideengang plötzlich eine eigene wehmütige Richtung, die er, wie sehr er sich auch bemüht, nicht nach seinem Willen und im Geist der Lektüre, bestimmen kann (nach 10 Stunden).
  38. Zerstreutheit und Vergesslichkeit; eine ihm bekannte Person, die er sehr oft sieht, wird, als sie in seine Nähe tritt, von ihm gänzlich verkannt. Er sieht sie verwundert an, erinnert sich wohl, sie gesehen zu haben, kann sie aber nicht nennen und hält sie für eine andere. Erst nach langer Zeit erkennt er sie (nach mehreren Tagen).
  39. Verwirrung der Gedanken; er irrte sich in der Zeit und den Gegenständen, obgleich beide ganz nah und deutlich vor ihm lagen (nach 8 Stunden).
 

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